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Tennisarm

Veröffentlicht: 15.05.2025
Aktualisiert: 30.04.2026
Fachlich geprüft

Ein Tennisarm wird in der Fachsprache als Epicondylitis humeri radialis bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Reizung der Streckmuskulatur des Unterarms, die sich im Ansatzbereich der Muskeln bemerkbar macht: vor allem durch Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogengelenks.

Tennisarm Ursachen

Der Tennisarm entsteht durch Überlastung, zum Beispiel im Sport. Werden die Muskeln stark beansprucht, ohne dass sie ausreichend trainiert sind, kann ein Tennisarm die Folge sein. Tennis ist dabei ein typischer Auslöser. Gerade Anfänger:innen sind gefährdet. Der Tennisarm kann aber auch bei anderen Sportarten auftreten.

Ein häufiger Faktor ist motorisch einseitige Arbeit, bei der immer wieder die gleichen Bewegungen gefordert sind. Deshalb können auch Menschen im Büro oder Handwerker:innen an einem Tennisarm leiden. Verspannungen in Schulter und Nacken können das Risiko für einen Tennisarm erhöhen. Dennoch ist beim Tennisarm die Ursache „Halswirbelsäule“ nicht allein verantwortlich: Ohne die auslösende Belastung der Streckermuskulatur entwickelt sich normalerweise kein Tennisarm.

Tennisspieler mit einem schmerzenden Ellenbogen KI generiert

Tennisarm Symptome

Typisch für den Tennisarm sind Schmerzen. Sie treten an der Stelle auf, an der Muskeln und Sehnen gereizt sind: an der Außenseite des Ellenbogengelenks. Darüber hinaus können die Schmerzen in den Unterarm bis zur Hand ziehen. Begleitend kann der betroffene Bereich geschwollen und gerötet sein. Anfangs werden die Schmerzen nur bei Belastung und Bewegung bemerkt. Im weiteren Verlauf kann der Tennisarm auch Schmerzen nachts verursachen. Häufig fällt beim Tennisarm ein Schwächegefühl auf: Patient:innen haben Schwierigkeiten mit Tätigkeiten, bei denen sie die Muskulatur von Hand und Unterarm brauchen.

Vom Tennisarm zu unterscheiden ist der Golferarm, bei dem die Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens auftreten.

Arzt untersucht den schmerzenden Ellenbogen einer Patientin KI generiert

Diagnose Tennisarm

Mit einem Anamnesegespräch und einer Untersuchung der Gelenke und der betroffenen Muskulatur lässt sich der Tennisarm meist sehr schnell diagnostizieren. Ärzt:innen testen dabei zum Beispiel Beweglichkeit, Kraft und schmerzhafte Bereiche.

Auch eine Ultraschalluntersuchung, ein Röntgenbild oder MRT können infrage kommen – vor allem dann, wenn der Verdacht auf eine andere oder zusätzliche Erkrankung besteht. So können Schmerzen in der Nähe von Gelenken auch auf eine Schleimbeutelentzündung oder Arthrose hinweisen.

Tennisarm Behandlung

Mit unterschiedlichen Therapiemethoden lässt sich der Tennisarm behandeln: An erster Stelle steht Schonung und Entlastung, um den gereizten und angegriffenen Strukturen Erholung zu verschaffen. Wichtig in der Behandlung des Tennisarms ist außerdem effektive Schmerzlinderung: Ärzt:innen können Schmerzmittel verschreiben. Kälte oder Wärme wirkt unterstützend. Kortisonspritzen werden nur in Ausnahmefällen gegeben, da sie nur kurzzeitig wirken.

Wenn der akute Tennisarm ausgeheilt ist, sollte die betroffene Muskulatur angepasst trainiert werden. Dadurch erhöht sich die Belastbarkeit von Muskeln und Sehnen, und die Gefahr eines Rückfalls verringert sich.

Eine Tennisarm-OP ist sehr selten notwendig – normalerweise lässt sich der Tennisarm mit konservativen Methoden gut therapieren.

Tennisarm-Bandage als Unterstützung

Bandagen für den Tennisarm üben sanfte Kompression aus und geben leichte Unterstützung. Sie entlasten die Muskulatur und tragen zur Schmerzlinderung bei. Somit ist eine Tennisellenbogen-Bandage ein bewährtes Hilfsmittel. Eine Ellenbogenbandage für den Tennisarm muss exakt passen. Ihr Arm wird vermessen, um die richtige Größe zu finden. In den Streifeneder Sanitätshäusern beraten wir Sie gerne zu Ihrer Tennisarm-Bandage. Mit Kompetenz und Erfahrung stehen wir Ihnen zur Seite. Kommen Sie einfach vorbei oder buchen Sie Ihren Termin online!

Mehr zur Bandagen
Tennisarm Bandage
Bandage Tennisarm

Tennisarm tapen

Um Beschwerden zu lindern und die Muskulatur zu unterstützen, kann man einen Tennisellenbogen tapen. Das Tape beim Tennisarm sollte so angebracht sein, dass der Arm noch gut bewegt werden kann – es geht nicht darum, den Tennisarm ruhigzustellen. Hochwertiges Sporttape ist dafür gut geeignet. Die korrekte Technik können Sie bei Physiotherapeut:innen oder Ärzt:innen erlernen.

Physiotherapie und physikalische Therapien

In der Physiotherapie stehen neben der Schmerzlinderung auch Dehnungen und aktive Übungen im Vordergrund. Besonders bewährt hat sich dabei exzentrisches Training der Handstrecker – das bedeutet, dass bestimmte Bewegungen ausgeführt werden, bei denen sich die Muskeln aktiv verlängern müssen. Die erlernten Übungen sollten auch regelmäßig zu Hause durchgeführt werden. Eine sanfte Massage beim Tennisarm kann die Muskulatur zusätzlich entspannen.

Die Tennisarm-Therapie mit Stoßwelle arbeitet über Druckwellen, die direkt auf die betroffene Region zielen. Die Stoßwellenbehandlung wird auch als ESWT (extrakorporale Stoßwellentherapie) bezeichnet. Mithilfe der Stoßwelle sollen Schmerzen gelindert und die Selbstheilung unterstützt werden.

Stoßwellentherapie bei einem Tennisarm

Hinweis

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Facharzt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Tennisarm?

Der Tennisarm heißt auch Epicondylitis humeri radialis. Durch Überlastung machen sich an der Außenseite des Ellenbogens Reizungen und Schmerzen der Sehnenansätze bemerkbar.

Was sind die Ursachen von einem Tennisarm?

Ein Tennisarm kann entstehen, wenn die Streckermuskeln des Unterarms überlastet werden – das heißt, wenn sie mehr leisten müssen, als sie können. Diese Gefahr besteht nicht nur beim Tennis, sondern auch bei anderen gleichförmigen Bewegungen, die über einen längeren Zeitraum ausgeübt werden.

Welche Symptome treten bei einem Tennisarm auf?

Beim Tennisarm bestehen Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogengelenks, die sehr stark werden können. Gleichzeitig tritt häufig ein Schwächegefühl in Unterarm und Händen auf.

Wo sind die Schmerzen bei einem Tennisarm?

Beim Tennisarm schmerzt der Bereich an der Außenseite des Ellenbogens. Außerdem können die Schmerzen bis in den Unterarm oder die Hand ziehen.

Was kann ich bei einem Tennisarm tun?

Was tun bei Tennisarm? Neben Physiotherapie und medikamentöser Schmerzbehandlung kann der Ellenbogen mit Bandagen unterstützt werden. Sie erkranken immer wieder am Tennisarm – was hilft langfristig? Nach der akuten Phase verringert Muskeltraining die Gefahr eines Rückfalls.

Soll ich einen Tennisarm kühlen oder wärmen?

Sanfte Wärme entspannt die Muskulatur, milde Kälte kann schmerzlindernd wirken. Sie können Ihren Tennisarm deshalb kühlen oder wärmen – je nachdem, was Ihnen angenehmer ist.

Ist bei einem Tennisarm Tapen sinnvoll?

Beim Tennisarm kann ein Tape unterstützend wirken und den Arm entlasten. Physiotherapeut:innen oder Ärzt:innen können Ihnen die richtige Technik zeigen.

Darf man mit einem Tennisarm arbeiten?

Je nach beruflicher Tätigkeit und Stärke der Symptome kann man mit einem Tennisarm arbeitsunfähig sein. Die Entscheidung liegt bei den behandelnden Ärzt:innen.

Erhalte ich mit einem Tennisarm eine Krankschreibung?

Ist der Tennisarm durch Belastung bei der Arbeit entstanden, oder müssen Sie bei der Arbeit die betroffene Muskulatur stark nutzen, erhalten Sie häufig eine Krankschreibung.

Welcher Arzt kann bei einem Tennisarm helfen?

Sie vermuten einen Tennisarm – welcher Arzt ist zuständig? Sie können mit einem Tennisarm beim Hausarzt oder Orthopäden einen Termin vereinbaren.