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Senkfuß

Veröffentlicht: 24.01.2025
Aktualisiert: 30.04.2026
Fachlich geprüft

Beim Senkfuß senkt sich das Längsgewölbe des Fußes ab – also die Wölbung, die normalerweise an der Innenseite der Fußsohle sichtbar ist. Ein vollständig bis zum Boden abgeflachtes Gewölbe wird als Plattfuß bezeichnet. Viele Patient:innen haben zusätzlich einen Knickfuß. Diese kombinierte Fehlstellung nennt sich Knick-Senkfuß.

Formen des Senkfußes

Ein Senkfuß bei Kindern tritt häufig auf. Wird die Absenkung des Fußgewölbes nur unter Belastung sichtbar, spricht man von einem flexiblen Senkfuß. Steht das Kind auf den Zehenspitzen, normalisiert sich die Fußform. Der flexible Senkfuß lässt sich bei vielen Kindern beobachten und bildet sich meist im Laufe des Wachstums von selbst zurück. Bei einem sogenannten starren Senkfuß bleibt das Gewölbe ohne Belastung flach, auch im Zehenstand. Beim starren Plattfuß liegt die ganze Fußsohle flach auf dem Boden.

Senkfuß

Senkfuß Ursachen

Unterschiedliche Mechanismen kommen beim Senkfuß als Ursache infrage: Eine generelle Schwäche von Bändern und Bindegewebe begünstigt das Absinken des Fußgewölbes. Auch dauerhaft starke Belastung – zum Beispiel durch Übergewicht – spielt eine Rolle. Der Senkfuß kann außerdem Folge einer anderen Erkrankung sein: spastische Lähmungen, knöcherne Entwicklungsstörungen oder eine Verkürzung der Wadenmuskulatur. Immer wieder tritt ein Senkfuß bei Erkrankungen auf, die mit einer Muskelschwäche einhergehen, zum Beispiel Trisomie 21.

Senkfuß Symptome

Nicht immer treten beim Senkfuß Symptome wie zum Beispiel Schmerzen auf – ein Senkfuß kann auch beschwerdefrei bleiben oder nur bei starker Beanspruchung unangenehm werden. Bei einigen Patient:innen mit einem Senkfuß verursacht die Fehlstellung jedoch Schmerzen; häufig am inneren Fußrand und im Bereich der Ferse. Verändert sich schmerzbedingt das Gangbild, können sich Beschwerden auch nach oben übertragen. Probleme mit Beinen und Wirbelsäule sind dann möglich. Weitere sichtbare Symptome sind eine verstärkte Bildung von Hornhaut und Schwielen.

schmerzender Senkfuß
Frau mit Senkfuß fasst sich an ihren schmerzenden Rücken
Arzt untersucht einen Senkfuß

Diagnose

Einen Senkfuß zu erkennen ist nicht schwer – die charakteristische Abflachung ist deutlich sichtbar. Für die ärztliche Diagnostik erfolgt zudem ein Diagnosegespräch und eine klinische Untersuchung. Die Beweglichkeit wird überprüft und der Fuß abgetastet, um Funktionseinschränkungen und Schmerzen zu identifizieren. Bildgebende Verfahren – Röntgen, CT oder MRT – ergänzen die Diagnostik bei Bedarf. Tritt der Senkfuß kombiniert mit einem Knickfuß auf, was häufig vorkommt, bezeichnet man die Fehlstellung als Knick-Senkfuß.

Senkfuß Behandlung

Die Behandlung des Senkfußes orientiert sich an der Ausprägung der Fehlstellung und der Symptomatik. Oft wird Physiotherapie verordnet – mit dem Ziel, die Muskulatur zu kräftigen, die Beinachsen zu stärken und die Stabilität zu verbessern. Ergänzend kann man einen Senkfuß tapen, um die Stabilität zu unterstützen und aktive Impulse zu setzen. Eine Senkfuß-OP ist nur in absoluten Ausnahmefällen notwendig. Einlagen und orthopädische Schuhe stützen den Fuß und bringen ihn in eine günstige Ausgangsposition.

Anfertigung von Senkfuß-Einlagen
Senkfüße
Senkfuß mit Tape

Senkfuß Einlagen

Senkfuß-Einlagen werden individuell passend angefertigt. Das Ziel: Sie sollen schmerzfreies Gehen und Stehen unterstützen oder sogar aktiv die Haltung verbessern. Orthopädische Einlagen unterstützen das abgeflachte Fußgewölbe und bringen den Fuß in eine günstige Ausgangsposition für Aktivität und Bewegung. Sensomotorische Einlagen setzen mit kleinen Erhöhungen, Stegen und Druckpunkten aktive Impulse auf die Fußsohle, um Haltung, Muskelspannung und Bewegungsabläufe positiv zu beeinflussen. Wir beraten Sie gern zu orthopädischen und sensomotorischen Einlagen. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in Ihrem Streifeneder Sanitätshaus!

Infos zu Schuheinlagen

Hinweis

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Facharzt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Senkfuß?

Bei einem Senkfuß flacht das Fußgewölbe ab. In der stärksten Ausprägung liegt die Fußsohle vollständig flach auf dem Boden, dies wird als Plattfuß bezeichnet.

Was sind die Ursachen eines Senkfußes?

Ein Senkfuß kann durch Schwäche von Bindegewebe und Bändern entstehen. Hohe Belastung durch Übergewicht begünstig die Entwicklung eines Senkfußes. Manchmal tritt der Senkfuß infolge einer Erkrankung oder Verletzung auf.

Welche Symptome treten bei einem Senkfuß auf?

Senkfüße sind oft beschwerdefrei, aber nicht immer. Patient:innen können unter Schmerzen, verstärkter Hornhaut oder Schwielenbildung leiden. Auch Beinachsen und Wirbelsäule können auf Dauer negativ beeinflusst werden.

Was tun bei einem Senkfuß?

Um einen Senkfuß und damit verbundene Beschwerden zu behandeln, kommen zum Beispiel Physiotherapie, orthopädische Einlagen, sensomotorische Einlagen oder orthopädische Schuhe zum Einsatz.

Welche Schuhe sollte ich bei einem Senkfuß tragen?

Wichtig ist, dass die Schuhe gut passen und nicht zu schmal sind. Sie sollten zudem guten Halt bieten. Zur Kräftigung der Füße empfiehlt es sich, zwischen unterschiedlichen Schuhen zu wechseln und regelmäßig barfuß zu gehen.

Wann ist eine Senkfuß-OP notwendig?

Eine Senkfuß-OP ist nur selten und in Ausnahmefällen notwendig. In der Regel kann durch konservative Behandlung eine gute Fußsituation erzielt werden.