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Fibromyalgie (FMS)

Veröffentlicht: 19.03.2025
Aktualisiert: 08.04.2026
Fachlich geprüft

Fibromyalgie, auch Fibromyalgie-Syndrom oder FMS genannt, ist eine Krankheit, bei der diffuse Schmerzen an der Muskulatur in verschiedenen Körperregionen auftreten. Fibromyalgie verläuft häufig in Schüben: Phasen mit stärkeren Symptomen wechseln sich mit symptomfreien Intervallen ab. Im Verlauf der Erkrankung können sich dazu Müdigkeit und Erschöpfung entwickeln, die manchmal auch zwischen den Schüben bestehen bleiben.

Fibromyalgie Ursachen

Für Fibromyalgie wurde bisher keine Ursache gefunden. Eine veränderte Schmerzverarbeitung könnte ein Faktor sein. Der genaue Mechanismus ist jedoch nicht geklärt. Auch die Frage, ob bei Fibromyalgie die Ursache in der Kindheit liegt, lässt sich nicht genau beantworten. Möglicherweise spielt starker Stress im Kindesalter bei der Krankheitsentstehung mit, da Stress und Schmerz in ähnlichen Bereichen im Gehirn verarbeitet werden.

Fibromyalgie tritt vermehrt bei Personen auf, die an Rheuma leiden. Auch eine familiäre Häufung der Fibromyalgie wird diskutiert. Neuroinflammation, eine Entzündung von Nervengewebe in Gehirn und Rückenmark, stellt einen weiteren möglichen Faktor dar, der an der Krankheitsentstehung beteiligt sein könnte.

Frau mit Schmerzen in den Händen

Fibromyalgie Symptome

Die Symptome bei Fibromyalgie sind häufig unspezifisch. Patient:innen leiden unter Schmerzen in verschiedenen Körperregionen. Typisch für Fibromyalgie sind Schmerzen bei Kälte. Dazu zeigen sich bei vielen Patient:innen Schlafstörungen und Erschöpfung.

Um die Diagnose Fibromyalgie zu stellen, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein: Die Schmerzen treten auf beiden Körperseiten auf und halten länger als 3 Monate an. Sie betreffen immer mehrere Körperregionen und können sich über Arme, Beine und Rumpf erstrecken. Darüber hinaus sind bei Fibromyalgie auch Symptome an den Augen möglich. Außerdem kann sich Fibromyalgie in neurologischen Symptomen oder Herzbeschwerden äußern. Eine Gewichtszunahme bei Fibromyalgie ist kein typisches Symptom, entwickelt sich aber manchmal durch Bewegungsmangel, Stress oder als Nebenwirkung von Medikamenten.

Da die Erkrankung nicht tödlich ist, hat Fibromyalgie kein Endstadium mit verstärkten Symptomen.

Fibromyalgie-Schub

Als Schub bezeichnet man eine Phase mit stärkeren Beschwerden, gefolgt von einem symptomfreien Zeitraum. Häufig beginnt ein Fibromyalgie-Schub mit generellem Krankheitsgefühl und Schmerzen. Zu Beginn der Fibromyalgie wechseln sich Schmerzen in einem Schub klar mit beschwerdefreien Phasen ab. Im Verlauf der Erkrankung entwickelt sich aber oft zusätzlich starke Erschöpfung, die zwischen den Schüben nicht mehr verschwindet. Das bedeutet: Die Phasen lassen sich nicht mehr klar abgrenzen.

Erschöpfte Frau

Fibromyalgie Diagnose

Fibromyalgie zu erkennen ist nicht ganz einfach – häufig wird die Diagnose erst nach mehreren Jahren gestellt. Ein schleichender Beginn und unklare Symptome sind ein Grund dafür. Zudem gibt es keine typischen Veränderungen, die sich durch Blutwerte oder Röntgenbilder darstellen lassen. Wichtig ist deshalb, andere mögliche Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden auszuschließen: zum Beispiel rheumatische Krankheitsbilder, muskuläre Ursachen oder Probleme mit der Schilddrüse.

Arzt-Patienten-Gespräch und Symptomfragebogen

Fragen sich Patient:innen mit Fibromyalgie, welcher Arzt oder welche Ärztin zuständig ist, können Hausärzt:innen, Neurolog:innen, orthopädische Praxen oder Rheumatolog:innen die richtigen Ansprechpersonen sein. In einem ausführlichen Arztgespräch schildern Patient:innen ihre Symptome und die Entwicklung ihrer Beschwerden. Ein Fibromyalgie-Symptomfragebogen hilft bei der Diagnostik.

Arzt berät Frau mit Fibromyalgie

Blutuntersuchungen

Da sich bei Fibromyalgie Blutwerte, Organe und andere Strukturen nicht verändern, gibt ein Blutbild keinen direkten Aufschluss darüber, ob Fibromyalgie vorliegt oder nicht. Eine Blutuntersuchung kann jedoch hilfreich sein, um andere Krankheiten auszuschließen, die ähnliche Symptome hervorrufen.

Fibromyalgie Triggerpunkte (Tender Points)

Die Tender Points, die ähnlich wie Triggerpunkte bei Fibromyalgie getestet werden, befinden sich an definierten Muskel-Sehnen-Übergängen. Sie werden auf Schmerzempfindlichkeit überprüft. Diese Untersuchung der Tender Points bei Fibromyalgie ist jedoch sehr subjektiv und hängt stark vom individuellen Schmerzempfinden der Patient:innen ab.

Fibromyalgie Triggerpunkt wird am Rücken eines Mannes getestet

Fibromyalgie-Behandlung

Fibromyalgie ist nicht heilbar. Mit verschiedenen Therapiemethoden können jedoch die Schmerzen gelindert werden. Abhängig von der individuellen Symptomatik kommen bei Fibromyalgie Medikamente oder Physiotherapie zum Einsatz. Um den Umgang mit der Erkrankung möglichst positiv zu gestalten, empfiehlt sich bei Bedarf Psychotherapie oder psychiatrische Betreuung. Unterschiedliche Entspannungsmöglichkeiten können außerdem zum Wohlbefinden beitragen.

Auch neue Hilfsmittel wie der exopulse suit unterstützen dabei, die Symptome der Fibromyalgie zu lindern.

exopulse suit (ehemals Mollii Suit)

Der exopulse suit bietet einen neuen Ansatz bei Fibromyalgie: Er nutzt das Prinzip der Neuromodulation. In den Anzug sind 50 Elektroden integriert, die mit sanften Impulsen direkt auf das Nervensystem wirken. In klinischen Tests wurde gezeigt, dass der exopulse suit Schmerzen effektiv lindern kann.

Außerdem soll die regelmäßige Anwendung des exopulse suit dazu beitragen, Erschöpfung bei Fibromyalgie merklich zu reduzieren. Der exopulse suit wird alle zwei Tage für 60 Minuten getragen, sofern nicht anders verordnet.

Wir sind die Expert:innen für den exopulse suit in München und Umland. Die Kolleg:innen in den Streifeneder Sanitätshäusern beraten Sie gerne zum Einsatz des exopulse suit bei Fibromyalgie.

exopulse suit testen
Mann trägt einen exopulse suit
Steuereinheit des exopulse suit
Fibromyalgie exopulse suit

Hinweis

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Facharzt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Fibromyalgie?

Fibromyalgie (übersetzt Faser-Muskel-Schmerzen) ist eine chronische Erkrankung mit flächig verteilten Schmerzen an verschiedenen Körperregionen, häufig begleitet von Erschöpfung und Müdigkeit.

Was sind die Ursachen von Fibromyalgie?

Die Ursache von Fibromyalgie ist noch nicht genau bekannt. Mögliche Entstehungsmechanismen werden bei einer veränderten Schmerzwahrnehmung, entzündlichen Prozessen im Nervensystem oder starkem Stress in der Kindheit diskutiert. Auch eine familiäre Häufung ist denkbar.

Welcher Facharzt ist bei Fibromyalgie zuständig?

Als bester Arzt für Fibromyalgie ist keine genaue Fachrichtung definiert. Patient:innen können sich an Hausärzt:innen, orthopädische Praxen oder Rheumatolog:innen wenden. Häufig empfiehlt sich eine interdisziplinäre Herangehensweise – also die Beteiligung von Ärzt:innen aus unterschiedlichen Bereichen.

Wie kündigt sich ein Fibromyalgie-Schub an?

Ein Fibromyalgie-Schub kündigt sich oft mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl – wie bei einem Infekt – an, das dann in die typischen Schmerzen übergeht.

Wie ist Fibromyalgie feststellbar?

Die Diagnose der Fibromyalgie erfolgt nach mehreren Kriterien – zum Beispiel Ort und Ausdehnung der schmerzhaften Bereiche, die Untersuchung der Tender Points, ein Arzt-Patienten-Gespräch und der Symptomfragebogen bei Fibromyalgie.

Was hilft bei Fibromyalgie?

Fibromyalgie kann mit Medikamenten und Physiotherapie behandelt werden. Ergänzend kommen neuartige Hilfsmittel zum Einsatz, wie der Exopulse Mollii Suit.

Was sollte man bei Fibromyalgie nicht essen?

Bei Fibromyalgie spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Verbotene Lebensmittel bei Fibromyalgie gibt es zwar nicht, dennoch profitieren Patient:innen von einer gesunden, ausgewogenen Ernährung.

Wo sind die Triggerpunkte bei Fibromyalgie?

Triggerpunkte sind schmerzhafte Punkte in der Muskulatur, die bei Druck auch ausstrahlen. In der Diagnostik der Fibromyalgie spielen Tender Points eine wichtige Rolle, die sich unter anderem am Hinterkopf, am Schulterblatt und an der Hüfte befinden.

Ist man mit Fibromyalgie arbeitsunfähig?

Bei Fibromyalgie besteht manchmal eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit wegen der Schmerzen. Auch wenn zusätzlich Müdigkeit und Erschöpfung auftreten, hat dies Einfluss auf die Leistungsfähigkeit.

Verändert sich die Lebenserwartung bei Fibromyalgie?

Da keine Veränderungen an Strukturen und Organen auftreten, gibt es bei Fibromyalgie kein Endstadium und die Lebenserwartung verringert sich nicht. Dennoch können die Symptome die Lebensqualität enorm beeinträchtigen.

Quelle

AWMF S3‑Leitlinie (Reg.‑Nr. 145‑004): Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms. Stand: März 2017. Zur Detailansicht