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Fersensporn
Beim Fersensporn handelt es sich um eine Verknöcherung am Fuß. Dabei entsteht ein knöcherner Dorn im Bereich der Sehnenansätze am Fersenbein (Calcaneus). Ein Fersensporn kann symptomfrei sein und unbemerkt bleiben, er kann aber auch starke Schmerzen verursachen.
Fersensporn Arten
Fersensporn unterscheidet man zwei Arten, die nach ihrer Lokalisation bezeichnet werden: den oberen (kranialen) und den unteren (plantaren) Fersensporn.
Oberer (kranialer) Fersensporn
Der obere (kraniale) Fersensporn entsteht hinten am Ansatzpunkt der Achillessehne. Die Achillessehne überträgt die Kraft der Wadenmuskulatur auf die Ferse. Für den Fersensporn der Achillessehne ist deshalb Schmerz an der Rückseite der Ferse typisch – oft auch beim Gehen.
Unterer (plantarer) Fersensporn
Der untere (plantare) Fersensporn ist die häufigere Variante. Er kann durch eine Plantarfasziitis entstehen. Dabei handelt es sich um eine Reizung und Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle (Plantarfaszie). Der Fersensporn wächst am Ansatzpunkt dieser Sehnenplatte am Fersenbein.
Fersensporn Ursachen
Genau geklärt sind die Fersensporn-Ursachen nicht – vermutlich entsteht die Verknöcherung durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Hohe Belastungen durch Übergewicht oder sehr intensiven Sport ohne ausreichendes Aufwärmen können dazu beitragen, dass sich ein Fersensporn bildet. Auch Fehlstellungen der Füße, ein muskuläres Ungleichgewicht oder ein verändertes Abrollen der Füße spielen oft eine Rolle.
Ein weiterer Risikofaktor für die Entstehung eines Fersensporns ist häufiges und langes Stehen und Gehen – zum Beispiel bei der beruflichen Tätigkeit.
Auch wenn die psychische Gesundheit einen wichtigen Faktor bei der Krankheitsentstehung darstellt, sind bei Fersenschmerzen seelische Ursachen selten.
Fersensporn Symptome
Nicht jeder Fersensporn hat Schmerzen zur Folge – ein Fersensporn kann auch symptomfrei bleiben. Manchmal jedoch äußert sich der Fersensporn durch stechende oder ziehende Schmerzen: an der Fußsohle beim unteren Fersensporn oder im Bereich der Achillessehne beim oberen Fersensporn. Typisch dabei ist, dass die Schmerzen nach einer Ruhephase stärker scheinen und sich nach einer gewissen Zeit in Bewegung wieder bessern. Die Stelle der Verknöcherung – je nach Lokalisation die Fußsohle oder die Rückseite der Ferse – kann punktuell druckschmerzhaft sein. Fersensporn-Symptome bei Frau und Mann unterscheiden sich nicht. Frauen sind jedoch häufiger vom Fersensporn betroffen als Männer. Ein schmerzhafter Fersensporn sollte ärztlich abgeklärt werden, vor allem, wenn Sie das Gefühl haben, die Fersensporn-Symptome werden immer schlimmer.
Diagnose Fersensporn
Fragen Sie sich beim Fersensporn, welcher Arzt oder welche Ärztin zuständig ist, sind Orthopäd:innen oder chirurgische Praxen gute Anlaufstellen.
Durch ein Anamnesegespräch in der Praxis, eine Untersuchung und Abtasten lässt sich der Fersensporn erkennen. Um die Diagnose zu bestätigen, ist manchmal bei Verdacht auf Fersensporn Röntgen oder MRT empfehlenswert.
Fersensporn Behandlung
Fersensporn – was tun? Nur in Ausnahmefällen ist beim Fersensporn eine OP notwendig. Um den Fersensporn zu behandeln, reichen meist konservative Methoden aus: Durch Einlagen, orthopädische Schuhe, Physiotherapie und andere nichtoperative Möglichkeiten lässt sich meist ein gutes Ergebnis erzielen.
Fersensporn-Einlagen
Beim Fersensporn sind Einlagen ein bewährtes Hilfsmittel: Einlagen betten, polstern und dämpfen den Fuß. Sie können die Fußposition verbessern, damit die Muskulatur ökonomisch arbeitet und die Füße nicht ungünstig belastet werden. Deshalb eignen sie sich sehr gut, um einen Fuß mit Fersensporn zu entlasten. Unsere Teams in den Streifeneder Sanitätshäusern beraten Sie gern zu Einlagen gegen Fersensporn.
Schuhe bei Fersensporn
Orthopädische Schuhe werden nach Maß gefertigt. Sie passen sich deshalb genau an den Fuß und das Beschwerdebild an. In unseren Sanitätshäusern mit Orthopädieschuhtechnik in München und Dachau finden Sie Expert:innen für orthopädische Schuhe und Schuhzurichtungen. Wir beraten Sie sehr gern!
Physiotherapie und Stoßwellentherapie Fersensporn
Zusätzlich zur ärztlichen Behandlung wird häufig Physiotherapie verordnet. Patient:innen erlernen dabei gezielte Übungen zur Dehnung und Kräftigung, die auch selbstständig zu Hause durchgeführt werden sollten. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Fersensporn-Therapie mit der Stoßwelle – auch ESWT (extrakorporale Stoßwellentherapie) genannt. Bei der Stoßwellenbehandlung werden Druckwellen direkt auf den betroffenen Bereich gelenkt. Das Ziel dabei ist, die Schmerzen durch den Fersensporn zu lindern und die Selbstheilungskräfte zu unterstützen.
Selbsthilfe bei Fersensporn
Bei der Fersensporn-Behandlung ist es besonders wichtig, den Fuß zu entlasten, ohne ihn an der aktiven Bewegung zu hindern. Dabei haben Patient:innen viele Möglichkeiten zur Selbsthilfe:
Übergewichtige Patient:innen können mit Gewichtsabnahme für Entlastung sorgen und so die Therapie des Fersensporns durch Ernährung unterstützen. In Phasen mit stärkeren Beschwerden können Patient:innen mit Fersensporn durch Massage oder sanftes Kühlen für kurzfristige Schmerzlinderung sorgen. Außerdem kann man einen Fuß mit Fersensporn tapen, um die Stabilität des Fußgewölbes zu unterstützen.
Nach ärztlicher Absprache werden manchmal auch Medikamente gegen Schmerzen und Entzündungen verordnet.
Ein wichtiger Pfeiler ist das konsequente Trainieren der Füße – zum Beispiel mit Übungen aus der Physiotherapie.
Eine wirksame Salbe gegen Fersensporn gibt es nicht, sodass eine Fersensporn-Behandlung mit Salbe meist wenig erfolgversprechend ist.
Hinweis
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Facharzt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Fersensporn?
Ein Fersensporn ist ein knöcherner Sporn, der sich an der Verbindung zwischen Fersenbein und Sehnen bildet. Der häufigere untere Fersensporn betrifft die Sehnenplatte der Fußsohle, der obere Fersensporn die Achillessehne.
Wie lange dauert ein Fersensporn?
Ein Fersensporn, der sich einmal gebildet hat, verschwindet nicht mehr. Dennoch verursacht nicht jeder Fersensporn Beschwerden – und vorhandene Schmerzen lassen sich behandeln, auch wenn es langwierig sein kann.
Wie entsteht ein Fersensporn?
Ein Fersensporn entsteht durch dauerhafte Reizung, Entzündung oder Überlastung im Übergangsbereich zwischen Sehne und Knochen.
Was hilft bei einem Fersensporn?
Zur Behandlung eines Fersensporns sind in der Regel konservative Maßnahmen ausreichend: Mit Einlagen, orthopädischen Schuhen, Physiotherapie und weiteren nichtoperativen Methoden lässt sich meist ein gutes Behandlungsergebnis erreichen.
Sollte ich einen Fersensporn kühlen oder wärmen?
Beim Fersensporn und vor allem bei einer Entzündung ist Kühlen meist das Mittel der Wahl.
Welche Schuhe sollte ich bei einem Fersensporn tragen?
Bei einem Fersensporn sollten die Schuhe gut passen, bequem sein und nicht drücken. Positiv ist außerdem, wenn sie den Fuß unterstützen und auf das individuelle Gangbild abgestimmt sind.
Wann sollte ich einen Fersensporn operieren lassen?
Ein Fersensporn wird nur sehr selten operiert. Die meisten Patient:innen können ihre Beschwerden durch konservative Methoden wie Einlagen oder Physiotherapie ausreichend lindern oder komplett beseitigen.